Hinter den Kulissen von Burlesque! (Teil 2)

Historisch gesehen ist Burlesque ein Vorläufer des Striptease wie wir ihn heute kennen, und ist aus dem Vaudeville und Varieté entstanden. Im Laufe der Zeit kamen Einflüsse wie die Pin-Ups der 50er Jahre hinzu.

Burlesque wurde in den letzten Jahren vor allem durch Personen wie Dita von Teese bekannt, die den Pin-Up-Glamour der 50er Jahre dafür nutzte um sich mit außergewöhnlichen Bühnenbildern in Szene zu setzten. (Zum Beispiel sieht man sie auf einem überdimensionalen Martini-Glas sitzend).

Wie auch im Film sichtbar wird, konzentriert sich der neue Burlesque-Stil (auch bekannt unter Neo-Burlesque) mehr auf “tease” als auf Striptease. Was “Burlesque” sehenswert macht, sind die Tanzchoreografien, der Gesang, Kostüme und Ausstattung. Mit erotischen Bewegungen wird der weibliche Körper gekonnt zum Einsatz gebracht.

 

Fazit: Sexy, aber keinesfalls billig oder geschmacklos!

 

Die grandiosen Kostüme von Michael Kaplan erinnern ein bisschen an “Cabaret”, “Chicago” und “Moulin Rouge”. Die Revuenummern sind perfekt ausgeleuchtet und von Kameramann Bojan Bazelli wirkungsvoll in Szene gesetzt.

Die ergreifenden Choreografien stammen von Denise Faye und Joey Pizzi, die schon bei “Chicago” mitgearbeitet haben. Die Tanzart an sich, hat etwas ganz Exotisches an sich. Es ist eine Mischform aus *Fosse und aktuellem Sexy tanzen oder auch Hip Hop tanzen.

Denise Faye engagierte ein Choreografen-Team voller talentierter Leute. Die alle ihre individuelle Expertise von “Old School” Fosse bis hin zu aktuellen Tanzstilen mit einbrachten. Zuerst tüftelte man selbst an den Choreografien herum bevor die Tänzerinnen und Tänzer mit ins Spiel kamen. Die Proben gingen von September bis Ende Oktober 2009. Ab November 2009 begannen die Aufnahmen zu Burlesque, die bis einschließlich März 2010 anhielten. Für die Tänzer und Tänzerinnen bedeutete das ein 12 Stunden Tag.

Als Zuschauer bekommt man lediglich das Endprodukt eines Films zusehen. Interessant wäre es da doch zu erfahren, wie sieht es denn hinter der Bühne aus? Was motiviert die Tänzerinnen und Tänzer immer wieder 150% Performance zu geben, auch wenn ein Teil schon zig mal aufgenommen wurde? 

Um einfach mal in diese Atmosphäre hinein zu schnuppern habe ich folgenden Video-Trailer für Dich ausgewählt:

 

 

(*Bob Fosse war übrigens ein bedeutender Choreograf in der Geschichte des Jazz und feierte viele Broadway-Erfolge wie zum Beispiel mit „Sweet Charity“ 1969, „Cabaret“ 1972, „Chicago“ 1975. Fosse erhielt für „Cabaret“ den Oscar als bester Regisseur.)

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